Zahnarzt in Bochum

Bochumer Zahnarzt

Zahnarzt ist die Berufsbezeichnung für einen Absolventen des Studiums der Zahnmedizin. Der Zahnarzt gehört in Deutschland zu den Freien Berufen, ebenso wie er in Österreich zu den Freien Berufen gehört.

Das Tätigkeitsfeld eines Zahnarztes beinhaltet Prävention, Diagnose und Therapie von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen. Ebenfalls werden Patienten mit anerkannten stomatologischen Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen auf Kosten der Berufsgenossenschaft behandelt.

Immer noch werden in Deutschland jährlich rund zehn Millionen Zähne aufgrund von Karies oder Parodontitis gezogen. Basis für den langfristigen Erhalt der Zahngesundheit ist ein gutes Biofilmmanagement. Jeder Mensch braucht einen Zahnarzt seines Vertrauens.

Zahnärzte in Deutschland

Es gibt rund 91.000 Zahnärzte in Deutschland, davon ca. 53.000 Vertragszahnärzte. Rund 17.500 sind in Praxen tätige Assistenten, Vertreter, angestellte Zahnärzte und außerhalb von Praxen zahnärztlich tätige Mitglieder. Weitere ca. 20.600 sind ohne zahnärztliche Tätigkeit (Stand: 2014).  Die Anzahl der Zahnärzte in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen ist von 2005 bis 2011 von 4676 auf 8060 und damit um 72 % gestiegen.

Geschichte der Zahnheilkunde

Die moderne Zahnheilkunde wurde im Jahre 1728 durch das Erscheinen des Fachbuches “Le chirurgien dentistebegründet, welches vom Französischen Zahnarzt Pierre Fauchard geschrieben worden war.

Rechtslage

Nachdem ca. 87 % der Menschen in Deutschland in der Gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, beantragen fast alle Zahnärzte eine Zulassung als Vertragszahnarzt beim Zulassungsausschuss. Sie werden nach Annahme ihres Antrags auf Kassenzulassung Mitglied der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) ihres Bundeslandes. Sie verpflichten sich damit, sich an die Vorgaben des Sozialgesetzbuchs (SGB V) zu halten. Nach Angaben der KZBV praktizieren rund 53.000 Vertragszahnärzte in Deutschland (Stand 2014). Sie erhalten die Kassenzulassung nach einer mindestens zweijährigen Assistenzzeit (= Vorbereitungszeit) in einer zugelassenen Praxis oder in einer Zahnklinik im Anschluss an das Studium. Gute, zahnärztliche Behandlung ist essentiell.

Ein Zahnarzt ohne Kassenzulassung (Privatzahnarzt) ist zur Behandlung gesetzlich versicherter Patienten (außer in Notfällen) nicht berechtigt. Es steht jedoch den Patienten frei, auch einen Privatzahnarzt aufzusuchen, der die Behandlung mittels einer Privatrechnung auf der Grundlage der Gebührenordnung für Zahnärzte vom 5. Dezember 2011 mit dem Patienten abrechnet. Nach derzeitiger Rechtslage bekommen gesetzlich versicherte Patienten für die Behandlung bei einem Zahnarzt, der nicht Vertragszahnarzt ist, in der Regel keine Kostenerstattung von ihrer Krankenkassen. Ausnahme: Praktiziert dieser Nicht-Vertragszahnarzt im EU-Ausland, so besteht ein Anspruch des Patienten auf Erstattung der Rechnung durch seine Krankenkasse in Höhe der Kosten, die im Inland angefallen wären.

Der Vertragszahnarzt in der Bundesrepublik Deutschland ist verpflichtet, alle gesetzlich versicherten Patienten nach dem Sachleistungsprinzip zu behandeln. Die Leistungen werden nach Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) durch den Versicherten über die jeweilige Kassenzahnärztliche Vereinigung mit den Krankenkassen abgerechnet. Gesetzlich versicherte Patienten erhalten im Bereich Zahnersatz eine Eigenanteilsrechnung über diejenigen Kosten, die nicht über die Krankenkassen-Festzuschüsse abgedeckt sind. Im Bereich Kieferorthopädie muss der Patient (bzw. die Zahlungspflichtigen) zunächst quartalsweise einen Eigenanteil bezahlen, der nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von der Krankenkasse zurückerstattet wird.

Patienten wollen mehr Mundgesundheit

Immer noch werden in Deutschland jährlich rund zehn Millionen Zähne aufgrund von Karies oder Parodontitis gezogen. Basis für den langfristigen Erhalt der Zahngesundheit ist ein gutes Biofilmmanagement.

Eine länderübergreifende Meinungsumfrage mit 4.100 Teilnehmern zeigt: Deutlich mehr als die Hälfte der Patienten ist bereit, ihre Mundhygiene zu verbessern, auch wenn dazu ein zusätzlicher Schritt in der täglichen Mundpflege nötig ist.  Eine klare zahnmedizinische Beratung kann den entscheidenden Impuls für eine bessere Mundhygiene geben: Die tägliche Dreifachprophylaxe, bestehend aus Zähneputzen, Interdentalraumreinigung und der Anwendung einer antibakteriellen Mundspülung  verbessert die Mundhygiene.